Aktuelles

Im Rahmen der Kampagne „Die häusliche Pflege hat Wert“ wollen wir durch Gespräche Politiker aller großer Parteien auf die Situation pflegebedürftiger Menschen aufmerksam machen, die auf häusliche Pflege angewiesen sind. Auch wollen wir über die schwierige wirtschaftliche Situation der kirchlichen Sozialstationen informieren. Schon heute stellt uns die Versorgung pflegebedürftiger Menschen vor eine große Herausforderung, die sich durch den demografischen Wandel in den nächsten Jahren noch verstärken wird.

 

Wir fordern die Politiker auf, sich dafür einzusetzen, dass die tarifbedingten Kostensteigerungen der ambulanten Pflegedienste durch die Krankenkassen akzeptiert und voll refinanziert werden. Dies ist bislang leider nicht so, was dazu führt, dass viele Pflegedienste in eine gefährliche finanzielle Schieflage geraten. Für viele tarifgebundene Pflegedienste ist die Finanzierungslücke inzwischen so groß, dass die Existenz der Sozialstationen und somit die Versorgung der Bevölkerung gefährdet ist. Schon seit Jahren versuchen die Sozialstationen diese Lücke zu schließen, was auf Kosten der Mitarbeiter und Patienten geschah. Jetzt ist die Grenze erreicht und es braucht eindeutige gesetzliche Vorgaben.

 

Mehr als zwei Drittel aller Pflegebedürftigen werden zuhause versorgt – ihnen gilt unsere gemeinsame Sorge. Ziel ist es, für die ambulante Pflege gute Rahmenbedingungen und somit Arbeitsbedingungen zu schaffen, damit sie auch weiterhin ein attraktives Arbeitsfeld für Pflegefachkräfte sein kann. Nur dann kann die Versorgung älterer Menschen in ihrer Häuslichkeit auf Dauer gesichert werden und dem Wunsch vieler alter Menschen, so lange wie möglich in ihrer eigenen Umgebung zu bleiben, entsprochen werden.

 

Es braucht die Unterstützung der Politik, um die Rahmenbedingungen verlässlich zu gestalten. Auch wenn es sich um ein bundespolitisches Thema handelt, hat auch der Landtag Instrumente, um hier Einfluss zu nehmen.


»Das Ziel muss immer heißen: ambulant vor stationär!«